Über Feuerkunst


Die ersten schriftlichen Nachweise über Feuerspucker und Feuerschlucker entstanden um 1200. Eine Literaturquelle ist z. B. Hannes Kästners „Harfe und Schwert. Der Höfische Spielmann bei Gottfried von Straßburg“: „...auch einen solchen, der sich vermaß, dass er gut Feuer aß und aus dem Munde blies... “
Welche genauen Materialen hier verwendet wurden ist uns leider nicht bekannt. Man kann jedoch davon ausgehen, dass Naturprodukte wie Mehl oder Bärlappsporen (Lykopodium) verwendet wurden. Zu Kriegszwecken wurden teilweise große Lager an dünnflüssigen Ölen oder „weißes Naphta“ angelegt. Ob dies auch zum Feuerspucken verwendet wurde ist höchst fraglich, da gesundheitsschädlich. Allerdings, wer hat sich damals schon um seine Gesundheit gekümmert?

Wir wollen die Feuerkunst wieder aufleben lassen und auf den Märkten und Veranstaltungen zeigen. Im Vordergrund steht der Spaß und die Möglichkeit die mittelalterlichen Darstellungen abzurunden. Unsere Treffen finden in der Regel jeden zweiten Donnerstag (19.00 Uhr) im Monat statt, genaue Zeiten stehen hier. Hier üben wir die Fertigkeiten zum Feuerspucken und Feuerschlucken mit allem was zum Feuer dazugehört. Das Arbeiten mit Feuerpois, Feuerschwertern und –stöcken gehört ebenso dazu, wie Feuerfächer oder Feuerkrallen. Diese Materialien werden von uns meist selbst hergestellt und weiterentwickelt.

Sicherheit und Altersbeschränkung:

Die Sicherheit und der unfallfreie Ablauf unserer Darbietungen steht an erster Stelle. Beim Training und bei Vorführungen sorgen wir für die bestmöglichen Sicherheitsvorkehrungen. Für Unfälle können wir keine Haftung übernehmen. Einfache Übungen mit Feuer machen erst ab 15 Jahren Spaß (hierfür ist die schriftliche Einverständniserklärung der Eltern erforderlich). Die „Großen“ spucken und schlucken Feuer erst ab 18 Jahren.

Gauklerei:

Die Gauklerei – also Jonglieren, Akrobatik und Zauberkunststückchen sind schon wesentlich früher nachgewiesen. Wir jonglieren mit Bällen, Keulen, Tüchern und allem was es sonst noch so gibt. Wer möchte kann sich auch mit Akrobatik und Zauberei versuchen. Da hier so viele Möglichkeiten offen stehen, kann jeder nach seinem eigenen Interesse und Schwierigkeitsgrad loslegen. Jeder sucht sich das heraus, was ihm am meisten Spaß bringt. Die Gauklerei und Artistik ist für alle möglich, besonders Kinder sind herzlich willkommen.